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  1. Zu wenig Zeit für die Vermarktung eingeplant

Die Erfahrung zeigt immer wieder, dass Immobilienverkäufer zu wenig Zeit für den Verkauf ihrer Immobilie veranschlagen. Trotz der hohen Marktnachfrage nach Wohnraum sind die Vermarktungszeiten auf Grund der formalen Strukturen und Abläufen immer noch recht lange. Aktuell betragen die Vermarktungszeiträume rund 3 – 4 Monate. Sollten die Finanzierungszinsen wieder steigen, wird sich mit Sicherheit auch die Vermarktungszeit wieder in die Länge ziehen. Dann müssen bis zu 6 Monate für den Verkauf eingeplant werden. In schlechteren wirtschaftlichen Lagen oder geographisch unattraktiven Standorten kann der Verkauf auch bis zu einem Jahr oder darüber hinaus dauern.

  1. Nichtberücksichtigung von möglichen Vorfälligkeitszahlungen

Üblicherweise werden Immobilien mit einem hohen Fremdfinanzierungsanteil gekauft. Nur sehr vermögende Personen haben die Möglichkeit sich Wohn- oder Gewerberaum ausschließlich mit Eigenkapital zu kaufen. Sollten Sie nun über einen Verkauf Ihrer Immobilie nachdenken, worauf noch ein Darlehen läuft, welches Sie vorzeitig ablösen möchten, müssen Sie an die Vorfälligkeitszahlungen denken. Bei einer Vorfälligkeitszahlung handelt es sich um eine Entschädigung für die Bank, dass diese nicht wie erwartet für die vereinbarte Laufzeit (Zinsbindung) Zinsen erhält. Daher müssen Sie nun für die entgangenen Zinserträge der Bank eine Entschädigung bezahlen. Diese hängt von den Konditionen der Bank ab bzw. steht im „Kleingedruckten“ ihres Darlehensvertrags. Eine Vorfälligkeitszahlung kann ziemlich teuer sein, weshalb ich Ihnen dringend den Tipp geben möchte, sich im Vorfeld zu erkundigen, in welcher Höhe eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt.

  1. Vernachlässigung von steuerlichen Aspekten

Sicherlich haben Sie schon mal davon gehört, dass Immobilien steuerfrei verkauft werden können. Jedoch ist das nicht immer der Fall. Um zu ermitteln, ob eine Immobilie steuerfrei verkauft werden kann, ist es wichtig zu wissen, ob es sich um ein Vermietungsobjekt oder eine eigengenutzte Immobilie handelt und wie lange Sie in dem Objekt gewohnt haben.

Generell gilt, dass Immobilien, die als Kapitalanlage genutzt werden, nach Ablauf der 10-jährigen Spekulationsfrist steuerfrei verkauft werden können. Es gibt aber noch viele Ausnahmen, die Sie unbedingt im Vorfeld mit Ihrem Steuerberater klären sollten. Fehler können hier viele 10.000ende Euro kosten bzw. schränken die Möglichkeiten Ihre Immobilie bestmöglich zu verkaufen sehr ein.

  1. Mangelhafte Zukunftsplanung hinsichtlich Umzug und Verwendung des Verkaufserlöses

Bei Immobilien handelt es sich mit Sicherheit um eines der teuersten Verkaufsobjekte überhaupt einer Privatperson. Dementsprechend hoch ist auch der Verkaufserlös. Sie sollten sich deshalb schon im Vorfeld Gedanken machen, was Sie mit dem Verkaufserlös machen. Sollte noch ein Darlehen besteht, macht es üblicherweise Sinn dieses abzulösen, sofern Sie nicht vorhaben gleich das nächste Objekte zu kaufen oder das Geld anderweitig zu investieren.

Wollen Sie ihr Eigenheim verkaufen, dann sollten Sie sich auf jeden Fall schon rechtzeitig nach einer anderen Unterkunft umschauen. Oftmals dauert das Finden des neuen Heims genauso lang wie der Verkauf der aktuellen Wohnung. Ein erster Schritt die Zukunftsplanung anzugehen wäre beispielsweise sich zu überlegen, wo Sie im Anschluss leben wollen, sich Gedanken bezüglich dem Objekttyp (Haus oder Wohnung) zu machen, Gespräche mit der Bank oder Finanzierungsvermittler hinsichtlich der Finanzierung zu führen, usw..

  1. Unterschätzen der Komplexität eines Immobilienverkaufs

Immobilien sind wie der Name schon sagt „immobil“ – heißt sie sind nicht beweglich. Anders wie bei beweglichen Sachen wie beispielsweise einem Laptop kann eine Immobilie nach Kaufpreiszahlung nicht einfach so überreicht werden wodurch die Besitz- und Eigentumsrechte geklärt werden. Vielmehr sind hier einige formale Schritte notwendig, die einiges an Fachwissen erfordern. Auf Grund der formalen und rechtlichen Komplexität muss in Deutschland eine Transaktion von Immobilien immer über einen Notar stattfinden. Aber Achtung: Der Notar achtet aber nur auf die formale und rechtliche Einhaltung der Gesetzgebung, sodass die Transaktion reibungslos und sicher stattfinden kann. Es ist nicht die Aufgabe des Notars – zudem ist es ihm rein rechtlich gar nicht gestattet – zu beurteilen, ob es sich um einen fairen Deal und einen angemessenen Kaufpreis für das Objekt handelt. In dieser Angelegenheit sollten Sie sich fachlichen Rat hinzuziehen – zum Beispiel durch einen Immobilienmakler. Dieser kennt die Marktgegebenheiten, kann gegebenenfalls durch sein Netzwerk Spezialisten wie Bausachverständige hinzuziehen, weiß wo teure Fallen lauern könnten und kann Ihnen einen Überblick geben, welche formalen Schritte notwendig sind, um Ihre Immobilie gesetzeskonform zu verkaufen. Am besten greifen Sie auf Immobilienmakler zurück, die selbst in Immobilien investieren oder investiert haben. Sie werden den Unterschied schnell feststellen, wenn Ihnen jemand gegenübersteht, der nicht nur seinen Job macht, sondern seiner Leidenschaft folgt: Der Leidenschaft für Immobilien